Gestern waren wir nach dem Vormittagsschulunterricht mit unserer NwT-Gruppe bei einer Exkursion in der Winzergenossenschaft in Auggen. Die Winzergenossenschaft liegt direkt an der B3, am Anfang von Auggen von man aus der Richtung Freiburg kommt. Um kurz nach 1 waren war an der WG angekommen, und so hatten wir nich eine halbe Stunde zum vespern. Ein Teil der Gruppe ist in den, in der Nähe liegenden, Pearl gegangen um dort am Imbiss etwas warmes zu Essen zu kaufen.
Der Chef des Winzerkellers empfing uns um halb 2 im Verkaufsraum der WG. Bevor wir in den Betrieb rein gingen, erklärte er uns noch einmal, wie der Wein in unsere Region kam. Also der Wein wurde ursprünglich von den Römern hergestellt. Doch die Römer brachten die Weinrebe damals nach Europa, und so wird der Wein hauptsächlich in den südlich gelegenen Ländern hergestellt.
Kurzer Klamottencheck, und dann ging es in richtung Betrieb. Vor dem Tor zeigte er uns nochmal die nördlich von dem Winzerkeller liegenden Weinreben. Man sah keine Trauben mehr an den Reben hängen, doch auch die Blätter lagen größtenteils auf dem Boden. Noch ein Gruppenfoto, und dann ging es rein in den Betrieb.
Die erste Station war die Abgabe der Trauben. Hier gibt es einen Kran, der die gefüllten Behälter von den Anhängern hebt und dann auf die Bahn stellt. Nun wird der Behälter an eine der 2 großen Trichter gestellt. Hier wird der Behälter von einer Maschine festegehalten und der Inhalt in einen großen Trichter gegeben. Hier im Trichter gibt es eine Schnecke, damit alles aus dem Trichter in den nächsten Trichter gelangt. Hier werden auch die Stiele, welche im Behälter dabei waren, extra entsorgt. Das ganze “System” ist 10 Meter tief und es sind 3 Trichter pro Seite, also 6 Stück. Pro Seite können 3 Ladungen gleichzeitig behandelt werden. Im untersten Trichter werden dann die Öchsle-Messungen durchgeführt. Hierbei werden rund 300 Messungen pro 60 Sekunden durchgeführt. Das Ergebnis wird dann oben am Computer angezeigt. Wenn die Zeit des Herbstens vorbei ist, gibt es hier den schlimmsten Feind der Genossenschaft: Rost. Bevor also die neue Herbstsaison wieder anfängt, muss das ganze System noch einmal gereinigt werden.
Nachdem wir uns die ganzen Trichter angeschaut hatten, sind wir nocheinmal hoch zu den 2 obersten Trichtern gegangen. Genau nebenan liegt das Zimmer, in welchem die ganzen Computer zur Kontrolle stehen. Die Computer dienen der Kontrolle des Systems. Das kleine Gerät nebenan zeigt die Öchsle der letzten Lieferung an. In einem Eck des Zimmers stand ein Schrank, in welchem Ersatzzeile für die Geräte drin sind. So hat man gleich das passende Stück.
Dann ging es weiter zu den großen Behälter. Zu den obersten ging eine Treppe hoch, ca. 10 Meter. Oben angekommen, wurde uns erklärt, was in welchen Behälter kommt. So ein Behälter kann mehere 10.000 Liter fassen. In diesen Behältern bleiben die Trauben mehere Stunden, bevor sie in die unteren Behälter kommen. Die Temperatur in einem Behälter ist immer auf ungefähr 25°C-30°C. Wenn die Temperatur höher steigt(40°C), wird in den Behältern von den Trauben keine Gärung mehr betrieben. Es gibt aber noch eine 2.Methode: Wenn die vorderen Behälter voll sind, findet in den hinteren kleineren Behältern eine Erhitzung statt. Hierzu wird das ganze auf 80°C erhitz, bevor es dann auf 60°C heruntergekühlt wird.
Im nächsten Behälter wird ein Tuch mit 2 Bar von einer Seite zur anderen Seite gedrückt. So wird das Aroma aus der Schale besser in den Saft gedrückt. Wenn dieser Prozess vorbei ist, werden die ganzen Stückchen im Saft heraus getrennt.
Als nächstes gingen wir dann in die große Halle, in welcher der ganze Wein in während de Gärung in großen Türmen aus Chrom aufbewahrt wird. Das Fassungsvermögen eines Turmes beträgt 75.000 Liter. So ein Turm kostet ungefähr 125.000€. Holzfässer wären besser, kosten aber auf das selbe Fassungsvermögen rund 400.000€. Das ist ein Unterschied von 275.000€. Im Sommer läuft an der Wand der Türme eine dünne Schicht von Wasser herunter, da Der Inhalt auf die beste Gärungstemperatur gekühlt wird. An der Seite der runden Türme hängt jeweils ein Plastikrohr in Form eines Horns(Instrument). Das dient dazu, dass man von außen sehen kann, ob der Wein gärt, oder schon fertig gegärt hat. Wenn das Wasser darin prickelt, gärt der Inhalt, wenn das Wasser nur im Rohr steht, passiert nichts.
Als nächstes hat der Kellermeister uns den Raum gezeigt, in dem noch mit Holzfässern gearbeitet wird. Die großen Fässer sind schon alt, darum gibt das Holz keinen Geschmack mehr an den Wein ab. Den großen Türmen aus Chrom gegenüber, haben sie den Vorteil, dass durch ihre Poren Sauerstoff in das Fass gelangen kann, welches dann der Oxidation im Wein dient. Am anderen Ende des Raums standen kleine Fässer, welche noch Geschmack an den Wein abgeben. Der Raum dient eigentlich nur noch der Weinprobe. Die Kerzen im Raum dienen heute nur noch der romantischen Atmosphäre bei der Weinprobe. Früher dienten sie dazu, um zu schauen, ob noch genügend Sauerstoff im Raum vorhanden ist.
Danach zeigte uns der Kellermeister noch die Filtriermaschine. Durch diese Maschine wird der Wein klar. Die Maschine funktioniert vollautomatisch und kann voll programmiert werden.
Zum Schluss sind wir dann noch in die Nebenhalle gegangen, in welcher der Wein in Flaschen gefüllt und eingepackt wird. Hier wird alles vollautomatisch von Maschinen gemacht. Der Lärm in dieser Halle ist sehr laut, sodass man Ohrstöpsel braucht, wenn man länger hier ist. Die Flaschen werden von Breisach angeliefert. Hier werden sie auf dem Band noch einmal gewaschen und bedruckt. Vor dem bedrucken wird der Wein noch in die Flaschen gefüllt. Dann werden die Flaschen auf dem Band noch in Kartons eingepackt und auf Paletten gestapelt. Ein Gabelstapler holt die Paletten und fährt sie in die Lagerhalle. Hier können bis zu 1 Millionen Flaschen gestapelt werden.
Ein Teil der Gruppe durfte den Zug nicht verpassen, doch sie hatten auch Glück, dass die Exkursion an dieser Stelle zu Ende ging. Die Exkursion hat viel Spaß gemacht. Es hat einem viel gebracht, wenn man mehr über die Weinproduktion erfahren will.
Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Bericht einen guten Einblick in die Weinproduktion geben. Vielleicht dürft ihr ja auch mal eine machen.
ds94